⚠️ Wichtiger Hinweis: Seit dem 21.07.2026 gilt eine neue Förderrichtlinie (BEG EM vom 17.07.2026). Alle Angaben und Berechnungen auf dieser Seite sind unverbindliche Beispielrechnungen; maßgeblich sind allein die Förderbedingungen der KfW zum Zeitpunkt der Antragstellung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Haftung. Verbindliche und offizielle Informationen finden Sie ausschließlich bei der KfW unter www.kfw.de.

Wärmepumpen-Förderung nach Bundesland: Was Ihr Land wirklich zahlt

Die KfW-Förderung gilt bundesweit einheitlich – doch viele Websites versprechen zusätzlich „Landesförderung“ oder „kommunale Zuschüsse“, ohne genauer hinzuschauen. Die Realität 2026: Nur ein einziges Bundesland zahlt noch einen direkten Zuschuss für Standard-Wärmepumpen. Hier die verifizierte Übersicht für alle 16 Länder.

Kurz & direkt

Von 16 Bundesländern zahlt nur Hamburg noch einen direkten Zuschuss für Wärmepumpen (20 %, max. 9.000 €). Bayern und Nordrhein-Westfalen fördern gezielt nur Erdwärmepumpen. Die übrigen 13 Länder bieten allenfalls zinsgünstige Darlehen – die eigentliche Förderung kommt fast überall ausschließlich von der KfW.

Stand: 28.07.2026 · Quellen: offizielle Förderrichtlinien und -banken der Länder

Übersicht: Landeszuschuss ja oder nein?

BundeslandEigener Zuschuss 2026Höhe
Baden-Württembergkein Landeszuschuss
BayernGeothermie-Förderprogramm (LfU)bis 4.500 € (nur Erdwärme)
Berlinkein Landeszuschuss
Brandenburgkein Landeszuschuss
Bremenkein Landeszuschuss
Hamburg„Erneuerbare Wärme“ (IFB Hamburg)20 % / max. 9.000 €
Hessenkein Landeszuschuss
Mecklenburg-Vorpommernkein Landeszuschuss
Niedersachsenkein Landeszuschuss
Nordrhein-Westfalenprogres.nrwnur Erdwärme/MFH
Rheinland-Pfalzkein Landeszuschuss
Saarlandkein Landeszuschuss
Sachsenkein Landeszuschuss
Sachsen-Anhaltkein Landeszuschuss
Schleswig-Holsteinkein Landeszuschuss
Thüringenkein Landeszuschuss

„Kein Landeszuschuss“ heißt nicht, dass es gar keine Unterstützung gibt – fast jedes Land bietet über seine Förderbank zinsgünstige Darlehen an, die den Eigenanteil finanzieren. Anders als ein Zuschuss müssen diese aber zurückgezahlt werden.

Wichtig bei jeder Kombination: Für die Summe aller öffentlichen Fördermittel (KfW plus Land plus ggf. Kommune) gilt eine Kumulierungsgrenze von 60 % der Investitionsausgaben. Wer über die KfW bereits 70–80 % erhält, bekommt einen zusätzlichen Landeszuschuss meist nur gekürzt oder gar nicht mehr. Landesförderung lohnt sich deshalb vor allem für Vermieter (nur 30 % KfW-Grundförderung) und alle, die keinen Klima- oder Einkommensbonus erhalten.

Die Förderung im Detail, Land für Land

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg fördert den Heizungstausch bei Privatpersonen seit dem 15.07.2025 nicht mehr direkt – das Programm Klimaschutz-Plus steht seither nur noch Kommunen offen. Die L-Bank bietet aber das zinsgünstige „Kombi-Darlehen Wohnen mit Klimaprämie“ (5.000–200.000 €), das sich mit dem KfW-Zuschuss kombinieren lässt.

Bayern

Bayern hat 2026 kein Landesprogramm für Luft-Wasser-Wärmepumpen in Einfamilienhäusern. Gefördert wird über das Landesamt für Umwelt nur der Bau von Erdwärmepumpen (Geothermie-Förderprogramm, bis 4.500 €).

Berlin

Berlin hat kein Landeszuschuss-Programm für Wärmepumpen. Ergänzend zur KfW-Förderung bietet die Investitionsbank Berlin (IBB) zinsgünstige Modernisierungsdarlehen wie „Effiziente GebäudePLUS“ (bis 100.000 € je Wohneinheit).

Brandenburg

Brandenburg hat kein aktives Landesprogramm mehr für private Wärmepumpen – das frühere „Brandenburger Paket Energie“ vergibt keine neuen Mittel. Ergänzend zur KfW-Förderung bietet die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) zinsgünstige Modernisierungsdarlehen.

Bremen

Das Bremer Landesprogramm „Heizungstausch“ nimmt seit 2026 keine neuen Anträge mehr an. Ein neues Kreditprogramm der Bremer Aufbau-Bank (BAB) ist für Herbst 2026 angekündigt, aber noch nicht beantragbar.

Hamburg

Hamburg ist bundesweit die Ausnahme: Die IFB Hamburg fördert Wärmepumpen über das Programm „Erneuerbare Wärme“ zusätzlich mit 20 % der Kosten, maximal 9.000 € je Ein- oder Zweifamilienhaus (bis 100.000 € je Mehrfamilienhaus). Wichtig: In Summe mit der KfW-Förderung gilt eine gemeinsame Kumulierungsgrenze von 60 % der Investitionskosten – bei hohem KfW-Fördersatz (Klima- oder Einkommensbonus) wird der Hamburg-Zuschuss entsprechend gekürzt. Für Vermieter, die nur die 30 %-Grundförderung erhalten, ergibt die Kombination oft die vollen 50 %.

Hessen

Hessen hat kein eigenes Landesprogramm für Wärmepumpen. Ergänzend zur KfW-Förderung bietet die WIBank zinsverbilligte Darlehen für die energetische Sanierung selbstgenutzten Wohneigentums.

Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern fördert private Wärmepumpen nicht direkt – die Klimaschutz-Förderrichtlinie des Landes richtet sich nur an Kommunen und Unternehmen.

Niedersachsen

Niedersachsen fördert Wärmepumpen aktuell nicht direkt – das frühere Landesprogramm „Wärmepumpenquartiere“ ist ausgelaufen. Ergänzend zur KfW-Förderung bietet die NBank zinsgünstige Modernisierungsdarlehen.

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen fördert Wärmepumpen über progres.nrw – allerdings nicht die Standard-Luft-Wärmepumpe im Einfamilienhaus, sondern gezielt Erdwärmepumpen (oberflächennahe Geothermie) sowie größere Anlagen in Mehrfamilienhäusern und Quartieren. Für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser bleibt die KfW-Förderung der zentrale Weg.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz hat kein Landeszuschuss-Programm für Wärmepumpen. Ergänzend zur KfW-Förderung bietet die Investitions- und Strukturbank (ISB) zinsgünstige Darlehen wie „Wohneigentum universell“ (25.000–100.000 €).

Saarland

Das Saarland hat kein eigenes Landeszuschuss-Programm für Wärmepumpen. Die SIKB bietet zinsgünstige Modernisierungsdarlehen, mit Vorrang für Gebäude in ausgewiesenen Stadterneuerungsgebieten.

Sachsen

Sachsen zahlt keinen direkten Zuschuss für Wärmepumpen. Die Sächsische Aufbaubank (SAB) bietet mit dem „Sachsenkredit Klimafreundlicher Wohnen“ ein zinsvergünstigtes Darlehen für selbstgenutzte Gebäude ab 5 Jahren Baualter.

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt fördert private Wärmepumpen nicht direkt; die Antragstellung war 2026 zeitweise pausiert. Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) bietet mit „Sachsen-Anhalt MODERN“ zinsgünstige Modernisierungsdarlehen bis 50.000 € je Wohneinheit.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein hat sein Landesprogramm „Klimaschutz für Bürgerinnen und Bürger“ bereits am 16.11.2023 eingestellt, eine Neuauflage ist nicht angekündigt. Ergänzend zur KfW-Förderung bietet die IB.SH zinsgünstige Darlehen.

Thüringen

Thüringen hat kein eigenes Landeszuschuss-Programm für Wärmepumpen. Die Thüringer Aufbaubank (TAB) bietet mit „EigenheimPlus“ ein zinsgünstiges Modernisierungsdarlehen.

Und die Städte?

Zusätzlich zu Land und Bund vergeben manche Kommunen eigene, meist kleinere Zuschüsse oder Boni über die Stadtwerke – Beispiele sind München (Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude, städtischer Zuschuss) oder Nürnberg (kommunaler Zuschuss plus N-ERGIE-Programm). Solche Töpfe ändern sich häufig und sind oft zeitlich oder mengenmäßig begrenzt. Auf den einzelnen Städteseiten finden Sie den jeweils aktuellen Stand für Ihr Bundesland; die verbindliche Auskunft zu kommunalen Programmen geben die städtische Klimaschutz- bzw. Energieberatung und die örtlichen Stadtwerke.

Die bundesweite KfW-Förderung selbst – Grundförderung, Klimageschwindigkeits-Bonus, Einkommensbonus – erklärt der Ratgeber KfW 458: Antrag & Ablauf; Ihren persönlichen Zuschuss berechnen Sie im Förderrechner.

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Die KfW-Förderung ist in fast jedem Bundesland die Hauptförderung – rechnen Sie sie in 30 Sekunden aus.

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